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Pápa/Papa
 
 
Die Stadt samt ihrer Gemarkung erstrecken sich über 91,68 km2 und umfasst auch das Gesamtgebiet der drei ehemals unabhängigen, später der Stadt Pápa/Papa angeschlossenen Dörfer Borsosgyőr, Kéttornyúlak und Tapolcafő/Tepotzi. Ihre benachbarten Gemeinden sind: Nemesgörzsöny, Marcaltő, Takácsi, Nagygyimót, Adásztevel/Ungarischtewel, Nagytevel/Deutschtewel, Bakonyjákó/Jaka, Döbrönte/Dewrenten, Pápakovácsi/Kowatsch, Nóráp, Dáka, Pápadereske, Nyárád, Mihályháza, Mezőlak, Nagyacsád. Die Flurstücke der Stadt gehören drei Kleinlandschaften an: die südöstlichen Ausläufer sind Teile des Alten-Bakony-Gebirges (Öreg-Bakony), darüber erstreckt sich ein Streifen des Pápáer-Bakonyalja (Pápai-Bakonyalja), das größte Gebiet jedoch kann der Pápa-Devecserer-Ebene (Pápa–Devecseri-sík) zugeordnet werden. Sie bildet einen Teil der Kleinen Tiefebene (Kisálföld), dem Marcal-Becken (Marcal-medence), die ersten zwei gehören zum Bakonyalja und Nord-Bakony-Gebirge (Bakonyalja és Északi-Bakony). Die Stadt und die ehemaligen Gemeinden Borsosgyőr und Kéttornyúlak liegen in der Pápa-Devecserer-Ebene (Pápa–Devecseri-sík), Tapolcafő/Tepotzi dagegen am Pápaer-Bakonyalja (Pápai-Bakonyalja).
Der Marktplatz von Pápa/Papa liegt 151m ü.M., der tiefste Punkt des Stadtgebietes ist bei 127m ü.M., die größte Erhebung der Gemarkung Pápa/Papa liegt im Alten-Bakony-Gebirge (296m ü.M.).
Die Oberfläche der Gemarkung Pápa/Papa setzt sich – die Ablagerungen entlang der fließenden Gewässer ausgenommen – aus Kies aus dem Quartär, Lehm und Sand zusammen. Ältere Gesteine finden sich auf kleinen Flächen südöstlich von Tapolcafő/Tepotzi: Hier treten Sequenzen aus dem Oligozän und Kalkstein aus der Kreidezeit an die Oberfläche. Das letztere Gestein wird im Bergwerk von Bótakő abgebaut. Unter den Ablagerungen aus dem Quartär finden sich vom Nordwesten nach Südosten Pliozänsand, Pliozanlehm die in kleinen Flecken auch an der Oberfläche zu entdecken sind.
Das Klima in der Stadt ist gemäßigt kühl und nass, nähert sich aber dem gemäßigt warmen und trockenen Klima. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt 9,5−10ºC, der durchschnittliche Niederschlagswert liegt bei 670−700mm.
Die Gewässer – der Darza-Bach (Darza-patak) und der Tapolca-Bach (Tapolca-patak) sowie der Kalapács-Rinnsal (Kalapács-ér) – fließen vom Südosten nach Nordwesten und zählen zum Einzugsgebiet des Marcal-Flusses. Die beiden letzteren Fließgewässer entspringen am Stadtrand.
Den ursprünglichen Baumbestand bildeten Eichen und der Tatarische Steppen-Ahorn (Aceri tatarico-Quercetum), im Südosten kamen Zerreichen (Quercus cerris) vor, dieser Waldtyp wich dem Ackerbau.
In der Nähe findet sich das Naturschutzgebiet „Moorwiese von Tapolcafő“ („Tapolcafői-láprét”). Der Fundort der Trollblume (Trollius europaeus), der in den 1950er Jahren entdeckt wurde, steht seit 1990 unter Naturschutz. Die Trollblume ist eine Restpflanze aus der Eiszeit, die unter den Erlen (Alnus) am Bachufer („Mogyoró-domb-alja”) sowie in den Feuchtwiesen erhalten geblieben ist. Unter lokalem Naturschutz steht der Park des „Inneren Burggartens”.
Man erreicht die Stadt von der Fernverkehrsstraße 8 über die Abzweigung von Városlőd/Waschludt in Richtung Győr (Komitatsstraße 83). Pápa/Papa ist ein Verkehrsknotenpunkt, hier kreuzen sich die 83-er und die von Verbindung Kisbér–Veszprémvarsány–Celldömölk–Sárvár. Der Bahnhof von Pápa/Papa ist eine wichtige Station der Eisenbahnlinie Győr–Celldömölk–Szombathely.
 
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